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Von Dionysos gesegnet
Es gab keinen Ort auf der Erde, wo nicht schon einmal der fröhliche Zug des Dionysos vorübergekommen wäre. Mit einem Rebenkranz im Haar schritt der Gott des Weines, ein Sohn des allmächtigen Zeus, ihm voran, umgeben von ausgelassen tanzenden Mänaden und hüpfenden, bocksbeinigen und geschwänzten Satyrn, trunken vom süssen Rebensaft. Am Ende des Zuges schritt, ein wenig auf einen Esel gestützt, der weise Lehrer des Dionysos, der alte Seilenos, der stets betrunken war. Mit Gesang und Musik wanderte der lärmende Zug über Berge, durch Wälder und suchte auch die entlegensten Dörfer auf. Dionysos lehrte den Menschen den Weinbau und zeigte ihnen, wie man aus saftigen, reifen Trauben trefflichen Wein bereitet, dem nektar der Götter vergleichbar. Doch nicht jedermann empfing Dionysos mit Freude und anerkannte seine göttliche Macht. Er forderte deshalb, daß alle, die ihm die Verehrung verweigerten, bestraft werden müßten. Auch der König von Thrakien,Lykurgos, anerkannte Dionysos nicht als Gott. Er überfiel den fröhlichen Zecher und seine Begleitung, als diese auf einer grünen Lichtung inmitten eines dichten, schattigen Waldes ein Gelage abhielten. Nach allen Richtungen liefen die Mänaden, die „Rasenden“, auseinander, als die weingefüllten geheiligten Gefäße des Dionysos umgestürzt wurden. Zeus jedoch bestrafte Lykurgos dieser Untat wegen, indem er ihn blind werden und kurz danach einen gewaltsamen Tod erleiden ließ. Die Menschen hingegen, die Dionysos und seine Begleiter gastfreundlich aufnahmen und ihn als Gott verehrten, wurden dafür belohnt. Ikarios in Attika erhielt als Erster eine derartige Belohnung. Er hatte Dionysos und seine Begleitung freudig begrüßt, sie in sein Haus eingeladen und reich bewirtet. Beim Aufbruch schenkte Dionysos ihm einen Rebstock und lehrte ihn, wie er zu pflegen und zu nutzen sei. So begann Ikarios in Attika als erster mit dem Weinbau, und schon bald waren ausgedehnte Flächen von Reben begrünt, die von Dionysos gesegnet waren. Aus den schweren, bernsteinfarbenen Trauben bereitete Ikarios Wein, der so gut war, daß alle, die davon tranken, in Verzückung gerieten und Sorgen und Mühsal vergaßen. Eines Abends, als seine Hirten zu ihm gekommen waren, gab Ikarios ihnen Wein zu trinken. Doch da sie nicht wussten, daß man dabei betrunken wird, meinten sie, ihr Herr wolle die vergiften. In ihrer Raserei erschlugen sie ihn. Dann trugen sie seinen Körper ins Gebirge und verscharrten ihn dort in einer schwer zugänglichen Schlucht. Erigone, die Tochter des Ikarios, irrte tränenüberströmt Tag und Nacht auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater umher, konnte ihn jedoch nirgends finden. Stets hatte sie auf der Suche ihren Hund Maira zur Seite, der sie schließlich in das Gebirge führte, wo sie ihren erschlagenden Vater fand. Vor Schmerz erhängte sich Erigone an einem Baum nahe dem Grab ihres Vaters. Dionysos jedoch verwandelte Ikarios, Erigone und den Hund Maira in Sterne und versetzte sie an den Himmel. Dort strahlen sie als die Sternbilder Bärenhüter, Jungfrau und Großer Hund.
Die Magie der Jungfrau:
In letzter Zeit wirken viele Jungfrauen-Menschen unerwartet gelöst, sogar romantisch. Wenig zu spüren von Ihrer speichwörtlichen Reserviertheit. Plötzlich gibt es Leidenschaften, ein inneres Glühen – und alles wegen der Liebe. Dabei ist es extrem schwer, dass Herz einer Jungfrau zu erobern; sie gibt sich verschlossen und überkorrekt. Manchmal wirkt Sie, als fühle sie sich nicht wohl unter Menschen. In Wirklichkeit ist sie nur bescheiden und möchte sich nicht vordrängen, nicht einmal, wenn Amors Pfeil sie getroffen hat. Im Moment scheinen sich alle Eigenschaften Der Jungfrau ins Positive zu kehren: Sie ist nicht kühl – sie mag nur dass dramatische, Frivole und Dümmliche nicht. Sie ist auch nicht überängstlich Oder nörgelig – sie sorgt sich nur übermässig und will andere glücklich sehen. schon beim ersten Gespräch ist zu erkennen, wie scharfsinnig und praktisch Sie denkt. Und dass sie eigentlich Lust hätte, viel liebenswürdiger und idealistischer zu sein......wäre die Welt nur ein bischen ordentlicher als sie ist.
Auf wen sie fliegt:
Eigentlich fliegen Jungfrauen nicht; jedenfalls läßt sie es sich nicht anmerken, wenn jemand ihr Herz zum Rasen bringt – eher verbirgt sie ihre Gefühle hinter scheinbarer Gleichgültigkeit. Jungfrauen haben ein unglaubliches schauspieler- isches Talent. Der Krebs durchschaut sie am Besten und schafft es mit leisem Spott, ihre romantische und sinnliche Ader freizulegen. Auch dem Steinbock öffnet sie ihr Herz, weil er auf die gleiche Weise wie sie äußerlich zurückhaltend Ist und sich dann privat als schwärmerisch entpuppt. Bei Stieren gefällt Jungfrauen das materielle Streben. Zu ungewohntem Leichtsinn verführt sie der Skorpion – dessen Magie macht sie kirre.
Wie man sie verführt:
Auf jeden Fall langsam; angriffslustige Verfolgung würde sie nicht nur verstören, sie findet sie degoutant. Nur mit wohltemperierter Annäherung haben sie eine Chance, den Weg zu Ihrem Herzen zu finden. Ein kleiner Trick: Kleiden sie sich besonders adrett, seien sie betont höflich, respektieren sie Ober ohne verschwenderisch Trinkgeld zu geben und dämpfen sie Ihre Stimme. Das wirkt besser als Champagner. Jungfrauen achten die Etikette und mögen Bescheidenheit. Nur mit einer Sache dürfen Sie Aufsehen erregen – mit Ihrem Esprit. Ein intelligentes und gestreiches Gespräch bricht das Eis im Nu.
Wie die Jungfrau liebt:
Sie liebt, wie sie alles tut, gemessen mit Anmut und manchmal kühl. Ihr Partner meint Manchmal, sie habe ihre Emotionen verschnürt und hole sie nur hervor, wenn plötzlich und unerwartet die Leidenschaft mit ihr durchgeht. Wahr ist: Jungfrauen sind für eine Liebelei nicht zu haben, sie suchen die reine und wahre Liebe – gleichrangig soll die Beziehung sein und möglichst lebenslang. Wenn es allerdings Schrammen und starke Defizite gibt, wird die Jungfrau mit einem präzisen Schnitt die Trennung vollziehen, denn auch wenn sie es unerträglich findet, eine Familie zu zerstören, Heuchelei haßt sie noch mehr |
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