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Thementexte

Schütze: 23. November bis 21. Dezember

Handbemalte Keramikfiguren
Größe: 13 - 18 cm
Wegen Sonderanfertigung nur gegen Vorkasse !



Anzahl:   St

Cheiron und seine Schüler

Unter allen Kentauren war Cheiron eine Ausnahme. Seine hohe Stirn und seine durchdringenden Augen drückten Weisheit und tiefes Wissen aus. Cheiron wurde zum Lehrer vieler Helden, die die Menschen von Ungeheuern befreiten, die ihnen unerhörtes Leid zugefügt hatten.
An den Hängen des Pelion, in einem dichten Olivenhain verborgen, befand sich die Höhle des Kentauren Cheiron. Darin lag Cheiron auf einem Lager aus Lorbeer und Myrthenzweigen und spielte auf seiner goldenen Leier. In seinem leisen Liedgesang verkündete er all sein Wissen. Er sang vom grenzenlosen Chaos, aus dem schließlich alles hervorging, was auf der Welt existiert. Aus dem Chaos entstanden das Licht und die unsterblichen Götter. Aus dem Chaos kam auch die Erde hervor in Gestalt der Göttin Gaia, riesengroß und mächtig, die allem irdischen Leben und Kraft verlieh. Tief in ihrem Inneren befindet sich der entsetzliche Tartaros, ein finsterer Abgrund, in ewige Nacht getaucht, ein Strafort in der Unterwelt, wo man die Freude nicht kennt.
Cheiron sang, wie aus dem Chaos eine Urkraft erwuchs, die zum Urquell allen Lebens wurde: die Liebe (Eros). Das Chaos gebar auch die ewige Finsternis und die dunkle Nacht, woraus die Sterne und der Tag hervorgingen.
Die Erde gebar den unendlich weiten Himmel, der sich über den Gefilden aufwölbt, hoch und unermäßlich, und der übersät ist von Sternen, die brillantengleich glänzen. Von der Erde geboren, stiegen die Gipfel des Olymps leben –in ewiges Licht getaucht- die Götter und die Beherrscher des Himmels und der Erden, Zeus.
Cheiron sang vom Feuer im inneren der erde, das dem Menschen Macht und Kraft verlieh, sich der Erze und Metalle zu bedienen. Er sang von Kräutern, die Krankheiten heilen und Leiden lindern. Er sang das Lob der Schönheit des gesunden Körpers, der Furchtlosigkeit und der Kühnheit der Helden. Auch pries er die Kräfte , die Jagd und Kampfspiele den Helden verliehen, sie unbesiegbar werden ließen und ihnen ewigen Ruhm eintrugen. Der weise Kentaur Cheiron sang von der Erhabenkeit der Musik, die die Seele des Menschen erhört, und er sang von den Gütern, die Frieden und Fleiß in den Menschen verleihen.
So gab der Kentaur Cheiron mit seinen Liedern an jedem Tag etwas von seiner Weisheit an seine vielen Schüler weiter. Er lehrte sie, mit dem Bogen zu schießen und den Speer sicher ins Ziel zu werfen.
Wenn Helios begann, seinen Wagen hinab zu den Wassern des uferlosen Ozeans am Westrand der Erde zu lenken, zogen die Schüler des Cheiron zur Jagd ins Gebirge. Von dort brachte Herakles einmal zwei Hirsche mit, die er erlegt hatte, Peleus zwei Gemsen, und Orpheus führte sogar einen lebenden Gemsbock in Cheirons Höhle. Auch Asklepios bewies, was er gelernt hatte. In der rechten Hand trug er einen Strauß der verschiedenste Arzneikräuter des Gebirges, in der anderen schwenkte er einen Stengel mit spitz zulaufenden zrünen Blättern. Und als er in Cheirons Nähe gekommen war, berichtet er: „ Mein Lehrer, ich habe gesehen, wie eine Schlange eine Ziege biß, so daß diese laut zu blöken anfing und sich vor Schmerzen krümmte. Doch dann lief diese Ziege zu einer Quelle und fraß einige Blätter dieses Krautes. Sogleich verschwanden ihre Schmerzen. Deshalb habe ich dieses Kraut mitgebracht, das einen Schlangenbiß zu heilen vermag. Ich habe auch noch viele andere heilkräftige Kräuter gesammelt.“
Dann liefen Cheirons Schüler in den Wald, um Holz zu schlagen. Sie trugen es herbei, entzündeten ein Feuer und bereiteten das Mahl. Vor dem Essen schickte sie Cheiron zur Quelle, damit sie ein Bad nehmen und sich erfrischen konnten. Bei Anbruch der Nacht erklomm der Kentaur Cheiron mit seiner Leier einen nahe gelegenen Hügel, von dem aus sich ein wunderschöner Blick eröffnete. Dort scharten sich die Schüler im Kreis um ihren Leher, und dieser begann, die Nacht zu besingen, den sternenübersäten Himmel und den silberglänzenden Mond. Gegen Mitternacht stieg Cheiron mit seinen Schülern wieder ins Lager hinab.
Sobald die rosenfingrige Göttin Eos das Himmelstor öffnete, damit der Wagen des Helios hinausgelangte, erwachte Cheiron. Er begab sich zur Quelle, um ein Bad zu nehmen, und kehrte dann in die Höhle zurück. Hier stieß er in sein Horn,und seine Schüler erhoben sich vom Nachtlager und eilten zum Bad an der Quelle. Danach führte Cheiron sie aus dem Wald heraus zu einem Morgenspaziergang, bis Helios im Osten mit seinem goldenen Wagen sichtbar wurde. Erfrischt und munter kehrten alle in die Höhle zurück, um zu frühstücken.
Auf einer weiten Lichtung unterrichtet Cheiron seine Schüler. Danach begannen die Körperübungen: Laufen, Springen, Steinschleudern, Bogenschießen und Speerwerfen. So verlief jeder Tag, und die frohen Rufe der Zöglinge ließen die Berge und Täler widerhallen.
Der weise Cheiron kannte die Zukunft seiner Schüler, und deshalb konnte er sich jedem von ihnen mit der entsprechenden Sorgfalt widmen, um sie auf ihre künftigen Heldentaten vorzubereiten. Der größte Ruhm erwartete seinen Schüler Achilleus, den Sohn des Königs Peleus und der Meernymphe Thetis. Der Seher Kalchas hatte geweissagt, daß die Atriden Agamemnon und Menelaos Troja nur dann einnehmen würden, wenn Achilleus am Feldzug teilnähme. Deshalb ernährte Cheiron ihn mit dem Hirn von Bären und der Leber von Löwen. Er lehrte ihn, geschickt mit dem Bogen umzugehen und mit seinen Pfeilen das Ziel stets sicher zu treffen. Bald beherrschte Archilleus diese Kunst in Vollendung. Schon als sechsjähriger erlegte er Löwen, Bären und Wildschweine: Hirsche und Gemsen fing er lebend.
Auch Jason, der dereinst den Argonautenzug führen sollte, um das Goldene Vlies aus der fernen Kolchis zu holen, gehörte zu den Schülern des Cheiron. Sein Vater Aison hatte ihn zum Berg Pelion gebracht, damit er lernte, der Wahrheit zum Siege zu verhelfen. Als Jason nach 20 Lehrjahren, die er bei Cheiron verbracht hatte, den Zug nach der Kolchis organisierte, verstand er es, alle seine Mitschüler für diese abenteuerliche Fahrt zu gewinnen. Einer von ihnen war auch der berühmte Sänger Orpheus.
Auf dem Weg nach der Kolchis besuchten die Argonauten auch ihren Lehrer, den Kentauren Cheiron. Dieser war sehr froh, als er alle seine Schüler wiedersah, die aufgebrochen waren, um im fernen Land eine der größten Heldentaten zu vollbringen.
Eine reiche Tafel wurde angerichtet. Schläuche, gefüllt mit edlem Wein, wurden herbeigebracht. Orpheus begann zu spielen. Weithin über die Berge schwangen sich die Klänge seiner Leier und seine Lieder. Mit Freudentränen in den Augen umarmte Cheiron Orpheus: „ Du wirst die Menschen lehren, ihre Leiden zu vergessen, du wirst ihnen mit deinen Liedern Freude und Glück bringen. Wie glücklich ich bin, daß du mein Schüler warst.“
Nach seinem Tode verwandelten die Götter den weisen Kentauren Cheiron in ein Sternbild- zum Lohn dafür, daß er die berühmtesten Heroen Griechenlands, unter denen ja auch einige Zeussöhne waren, erzogen hatte.

Die Magie des Schützen:

Er ist ein Freigeist, sehr enthusiastisch, voller Lebensfreude und er ist ein Glückspilz.
Dauernd sucht der Schütze Herausforderungen – und wenn schon niemand mehr glaubt,
daß er zu Ende bringen wird, was er sich vorgenommen hat, kommt ihm ein Zufall zu
Hilfe. Oder liegt es an seiner Arglosigkeit, an seiner stets guten Laune, daß ihm so
viel gelingt? Manche halten den Schützen für einen Bruder Leichtfuß, aber sie unter-
schätzen seine intellektuellen Fähigkeiten, Situationen und Zusammenhänge blitz-
schnell zu erfassen. Seine herrlichen Visionen entstehen, weil er Mut zum Phantastischen hat – aber auch weil er sachlich das Erreichbare abcheckt. Wenn er liebt ist er sogar viel zu sachbezogen: Eine feste Bindung, meint er, würde nur einengen. Ehe fordert Zeit, die er für anderes braucht und Scheidung wird unnütz teuer. Aber das heißt nicht, daß er keine Sehnsüchte hätte, auf Händen getragen zu werden. Ob Schütze-Frau oder Mann:
Sie sehnen sich nach jemandem, mit dem sie gemeinsam, aber frei wie ein Vogel
bis zum Himmel steigen können.

Auf wen er fliegt:

Der Schütze sucht stes eine aufregende Beziehung – aber zwanglos soll sie sein.
Passive Menschen, die sich an ihn kletten, nehmen ihm den Atem. Darum zieht es
den Schützen zu den Löwen die so unabhängig und gelassen sind wie er. Auch mit
dem Widder läßt er sich gern ein, weil er ähnlich freiheitsliebend und impulsiv ist,
wie er. Dominieren dürfen beide ihn nicht – er würde sich sofort abseilen.
Die Waage bezirzt den Schützen, weil sie so vielseitig interessiert ist wie er;
mehr aber noch, weil sie ihm souverän seine Freiheiten lässt. Hingerissen ist er
von den exzentrischen Wassermännern – mit ihnen kann er Gedanken spinnen,
die andere noch gar nicht denken können.

Wie man ihn verführt:

Besser noch als eine selige Champagnernacht wirkt bei einem Schützen Gute Laune.
Seien Sie amüsant, optimistisch und begeisterungsfähig, wie er. Aber zeigen Sie auch
Ihren scharfen Verstand – er mag sich geistig gern messen mit jemandem, der kompetent ist. Wenn Sie es konkret auf einen Schützen abgesehen haben, sollten Sie schnell mit ihm oder ihr essen gehen; er liebt gutes Essen in interessanten Räumen inmitten schillernder Menschen – und wird Ihnen mit Lust seine Lieblingstheorien entwickeln. Hören Sie ihm zu.
Er wird sich verlieben, sowie er fühlt, dass Sie dieselben Antennen haben wie er.

Wie der Schütze liebt:

Er liebt, wie sein Name sagt: anlegen, zielen und treffen – und er hat viele Pfeile im Köcher. Nicht weil er wirklich untreu ist, sondern weil er`s theoretisch gern hätte – er liebt nun einmal das Spiel des Unterwegssein und Gewinnens. Als Partner ist der Schütze trotzdem ideal, weil er tolerant und gütig ist. So impulsiv er alles wieder über den Haufen werfen kann – im Grunde trifft er lauter vernünftige Entscheidungen und kann seiner/seinem Liebsten meist ein recht wohlhabendes Leben bieten: Er lebt gern auf großem Fuß und läßt sich rekordverdächtig schöne Überraschungen einfallen. Wichtig zu wissen: Wer den Schützen ankettet, verliert ihn.