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Thementexte

Wassermann: 21. Januar bis 19. Februar

Handbemalte Keramikfiguren
Größe: 13 - 18 cm
Wegen Sonderanfertigung nur gegen Vorkasse !



Anzahl:   St

Die Deukalionische Flut

Vor langer Zeit waren die Menschen sehr heimtückisch und böse. Ohne Unterlaß führten sie Kriege gegeneinander, sie fütterten ihre Tiere nicht, verehrten die Götter nicht und brachten ihnen keine Opfer. Das erzürnte den Beherrscher des Himmels und der erden, den allmächtigen Zeus, und er beschloß, das ganze Menschengeschlecht zu bestrafen. Ohne diese Absicht des Zeus auch nur zu ahnen, fuhren die Menschen fort, sich gegenseitig zu erschlagen. Sie wurden von Tag zu Tag schlimmer und wilden Tieren ähnlicher. Nur zwei Seelen wußten darum und erwarteten den Tag, an dem Zeus seine Absicht ausführen werde. Es waren der Sohn des Prometheus, Deukalion, und dessen Frau Pyrrha.
Jedes Jahr begab sich Deukalion zum fernen Kaukasus und sah dort voller Qualen seinen Vater, der an einem ungeheuren Felsen geschmiedet war. Doch Prometheus sprach ganz gelassen mit ihm, gab ihm Ratschläge und Ermahnungen. Er sah voraus, daß Zeus einmal die Menschen bestrafen werde, und befahl seinem Sohn, ein großes Schiff zu bauen, dieses mit Nahrung wohl zu versehen und dann den Schicksalstag abzuwarten.
Deukalion folgte den Rat seines Vaters. Und kaum hatte er das Schiff vollendet, als der Blitze schleudernde Zeus unaufhörlich Regenfluten auf die Erde stürzen ließ. Zugleich hatte er allen Winden verboten zu wehen, ausgenommen den feuchten Südwind, der unaufhörlich tief über der Erde hängende schwarze Regenwolken herbeitrieb. Tag und Nacht goß es in Strömen. Das Wasser der Flüsse stieg und überflutete das Land; auch die Meere stiegen an. Bald standen die Felder und Wälder unter Wasser und die Dörfer ebenso wie die Städte, und auch die Berge begannen in den Wassermassen zu verschwinden. Nur hier und da war noch ein Gipfel zu sehen. Inmitten dieser uferlosen Wasserwüste fuhr ein Schiff dahin, das mit den Wellen immer höher stieg. Darin befanden sich Deukalion und Pyrra. Neun Tage trieben sie auf dem schwankenden Gefährt umher. Um ein Haar wäre dieses an einem Gipfel des Parnossos zerschellt, der zuletzt als einziger aus dem Wasser herausragte. Hier, auf dem Stückchen Erde, landeten Deukalios und Pyrra. Der Regen hörte auf, doch alle Menschen waren umgekommen. Deukalion und Pyrra erkannten, daß nur sie am Leben geblieben waren. Furcht befiel sie vor dem Alleinsein inmitten des grenzenlosen Wassers. Aber sie brachten Zeus ein Opfer dar, dafür, da0 er sie vor den Fluten beschützt hatte. Allmählich begann das Wasser zu fallen; der Flecken Erde, auf dem sich Deukalios und Pyrra befanden, wuchs und wurde immer größer. Nach einigen Tagen hatte sich das Wasser verlaufen. Bald traten größere Landflächen wieder zutage, menschenleer, ohne Felder und Auen, ohne Blumen und Bäume, eine grenzenlose, von Rissen durchzogene Wüste, ein Anblick, der Deukalion und Pyrra noch trauriger stimmte.
Eines Tages kam Hermes zu Deukalion und Pyrra. Zeus hatte den Götterboten ausgesandt, um von Deukalion zu erfahren, welchem Wunsch er ihm erfüllen könne. Deukalion dachte nicht lange nach: „Zeus möge die Erde wieder mit Menschen besiedeln!“
Hermes flog zum Olymp und übermittelte Zeus den Wunsch des Deukalion. Zeus war damit einverstanden. Wieder sandte er Hermes zu Deukalion und Pyrra und ließ ihnen sagen:
„Steigt herab vom Berg und werft die Gebeine der großen Mutter hinter euch1“
Da begriff Deukalion, daß mit den „Gebeinen der großen Mutter“ die Steine der Erde gemeint waren. Und während sie den Berghang hinabkletterten, warfen sie die Steine hinter sich, ohne sich umzuwenden. Aus den Steinen, die Deukalion geworfen hatte, waren Männer geworden, aus den Steinen der Pyrra Frauen.
Die Götter verwandelten Deukalion später in das Sternbild Wassermann. Dort am Himmel erinnert es die Menschen an den Sohn des Prometheus, der wie sein Vater den Menschen in Liebe zugetan war.

Die Magie des Wassermanns:

Beim Wassermann muß man immer wieder auf das Unerwartete gefaßt sein.
Liebend gern provoziert er, ist ein bißchen spleenig, will sich nicht anpassen,
lacht sich tot, wenn er andere täuschen kann. Und wird von einer Minute auf
die andere abwesend wirken, wenn er sich langweilt. Alles ein bißchen paradox,
aber sehr sympathisch. Was andere tun, kann ihn nie schocken, sein Motto ist:
Leben und Leben lassen, und manchmal scheint es, der Wassermann hat jeden
gern und jeder ist sein Freund – ein Trick um sich nicht wirklich zu binden und
Auch nichts von sich selbst preiszugeben. Nichts ist Wassermännern so wichtig
wie ihre Unabhängigkeit. Sie würden selbst aus einer himmelstürmenden Liebe
aussteigen, wenn die Angst vom Alltag sie plötzlich überfällt. So exzentrisch sie
auch erscheinen mögen – sie sind sehr rationale Denker, möchten ihre Umgebung
mit wissenschaftlicher Akribie erforschen. Manchmal betrachten sie auch ihren
Schatz wie unter einem Mikroskop: sehr genau, sehr distanziert.

Auf wen er fliegt:

Man könnte es kurz machen: Der Wassermann findet Widder, Zwilling, Waage
und Schütze gut, hält Stiere, Löwen, Skorpione und Fische für zu kompliziert.
Aber wann wäre er selbst je unkompliziert? Er paßt in keine Schublade.
Er ist witzig, kreativ, hat tolle Geschichten auf Lager – und sucht ständig nach
jemanden, der mit ihm ernsthaft, wissenschaftlich und auf den Punkt genau
die Welt analysiert. Kein Wunder, daß er auf den Zwilling fliegt, weil die so
flexibel und gleichzeitig von erotischem Leichtsinn sind wie er. Auch mit der
Waage läßt er sich gerne auf Dispute ein und ist vernarrt in seine Anmut, er
kann halt mit wachem Kopf träumen.

Wie man ihn verführt:

Seien Sie rätselhaft, Rätsel haben für den Wassermann einen Zauber, den er
unbedingt ergründen will. Lassen Sie sich darauf ein, mit ihm durch die Museen
zu streifen oder im letzten Jazzkeller zu landen. Wassermänner möchten Sie
begeistern und selbst begeistert werden. Sie müssen nicht protzen, nicht mit
Status beeindrucken – Wassermänner interessieren sich nicht für den Rang,
den jemand hat, noch für Geld. Wenn er sich etwas gleichgültig gibt, macht nichts.
Morgen gibt´s wieder eine neue Chance. Wichtig: nicht nervös werden, wenn er
vertraut mit jemanden anderem umgeht – er bleibt mit allen Ex-Lieben befreundet.

Wie der Wassermann liebt:

Er verliebt sich schneller als andere; aber dafür auch öfter und das bedeutet, daß er
sich nicht gern fassen läßt. Der Wassermann hat seine eigenen Prinzipien und macht
auch in der Liebe, was er will. Aber natürlich braucht er einen Menschen, der sein
Echo ist in dem originellen, ideenreichen Wunderland, in dem er lebt. Nach diesem
Partner sucht er, ohne dabei ernsthaft an eine Ehe zu denken. Wer seine Ungebundenheit
akzeptiert, dem ist er letztlich ergeben. Er liebt denjenigen, der seine schillernde Seele
versteht, die mal rebellisch, mal schüchtern ist, die sachlich tut und sich doch ziemlich
leicht rühren läßt. Wer ihn erkennt, dem ist er treu.