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Die Unzertrennlichen
Der König von Sparta, Tyndareos, hatte eine Gemahlin namens Leda, die jedermann durch ihre Schönheit bezauberte. Über ihre Schönheit sprach man in ganz Griechenland. Auch der erhabende Blitzeschleuderer Zeus geriet in ihren Bann. Kaum hatte er sie gesehen, als er auch schon beschloß, sie zu besitzen. Um jedoch Unannehmlichkeiten zu vermeiden, die ihm die Himmelskönigin Hera, seine Gattin, bereiten könnte, verwandelte sich Zeus in einen schneeweißen Schwan und flog pfeilgeschwind von den Höhen des Olymps nach Sparta. Leda gebar dem Zeus zwei Kinder, einen Sohn namens Polydeukes (den die Römer Pollux nannten) und eine Tochter namens Helene, schön wie eine Göttin, die später zur Ursache des Trojanischen Krieges werden sollte. Dem König Tyndareos gebar Leda ebenfalls zwei Kinder: den Sohn Kastor und die Tochter Klyteimnestra. Seinem Sohn Pollux gewährte Zeus Unsterblickeit, doch sein Bruder Kastor blieb sterblich. Die beiden Brüder wuchsen heran und wurden alsbald berühmte Helden. Sie nahmen am Argonautenzug teil, um das Goldene Vlies aus dem fernen Kolchis zu holen. Kastor zähmte die wildesten Pferde, und niemand tat es ihm beim Lenken der Pferde gleich, die vor seinem Streitwagen gespannt waren. Im Faustkampf war Pollux unbesiegbar. Die beiden Brüder trennten sich niemals voneinander. Gemeinsam mit zwei anderen griechischen Helden, Idas und Lynkeus, vollbrachten Pollux und Kastor viele Heldentaten. Doch einmal gerieten sie in Streit, und Idas durchbohrte Kastor mit seinem Speer. Pollux stürzte sich sogleich auf Idas, um den Tod seines Bruders zu rächen. Ein Kampf auf Leben und Tod entbrannte. Doch beide waren gleich stark, und darum griff Zeus, der Vater des Pollux, ein. Er ließ einen blendenthellen Blitz herniederfahren, der Idas in Asche verwandelte. Pollux jedoch blieb unversehrt, weil er unsterblich war. Pollux trauerte Tag und Nacht um seinen Bruder. Es quälte ihn, daß Kastor als gewöhnlicher Sterblicher in das finstere Reich des Hades hinabmußte. Verzweifelt wandte er sich an seinen Vater Zeus, er möge ihn von seiner Unsterblichkeit erlösen, damit er gemeinsam mit seinem Bruder sterben könne. Da war der große Blitzeschleuderer zutiefst gerührt und ließ seinen Sohn Pollux zwischen zwei Möglichkeiten wählen-entweder ewig jung zu bleiben und unter den Göttern auf dem strahlenden Olymp zu wohnen oder mit seinem Bruder gemeinsam jeweils einen Tag im unterirdischen Reich des Hades und einen Tag auf dem Olymp bei den Göttern zu weilen. Ohne zu überlegen wählte Pollux sein von Zeus bestimmtes Schicksal, um sich nicht von Kastor trennen zu müssen. So blieben die beiden Brüder unzertrennlich. Jeweils einen Tag brachten sie im Reich des Hades zwischen den Schatten der Toten zu, um am anderen Tag hinaufzufliegen auf die Höhen des Olymps, in die Paläste des Zeus, und gemeinsam mit den Göttern prunkvolle Feste zu feiern.
Die Zuneigung zwischen Pollux und Kastor wurde zum Sinnbild der Bruderliebe. Die Beherrscher des Himmels und der Erden, Zeus, verwandelte die Brüder in Sterne und versetzte sie an den Himmel unter die anderen Sternbilder, auf daß sie des Nachts leuchten und die Menschen an wahre Bruderliebe erinnern. Die Magie des Zwillings:
Alles, was der Zwilling macht, ist behände, leichtfüßig und kommunikativ. Am liebsten macht er zwei Dinge auf einmal und ist, wenn andere noch Grübeln, schon beim nächsten Thema. Oder er hat flexibel umgesetzt, was jemand nur leise ansprach. Manchmal hat er/sie schon einen Tisch reserviert, wenn das Gegenüber gerade an ein Wiedersehen zu denken wagt. Das macht Zwillinge zu schillernden Wesen, die ihre Umwelt immer wieder faszinieren. Im Mittelalter ordnete man dieses Sternzeichen das Kraut bittersüß zu. Das hat tiefere Bedeutung: Zwillinge lieben Veränderungen – auch in der Liebe – und eilen scheinbar ratlos von Party zu Party, flirten gerne heiß, aber unverbindlich, alles sehr locker. Gleichzeitig sind sie aber außergewöhnlich rational, analysieren cool und mißtrauen ihren Gefühlen öfter, als sie zugeben. Sie suchen eine Beziehung, die ihren Kopf ebenso befeuert, wie ihr Herz und diesem Anspruch halten nur sehr wenige stand. Mit Kritik hält sich der Zwilling selten auf; er flattert lieber charmant weiter.
Auf wen er fliegt:
Der Zwilling kann so charmant und zugewandt sein, daß man glaubt, er fliege Auf jeden Menschen; er ist einfach sehr kommunikativ. Aber wenn es tiefer Gehen soll, muß ihn jemand schon sehr beeindrucken. Die großmütigen, herrschaftsgewohnten Löwen faszinieren ihn, weil die sich genau so gerne Menschen um sich scharen, wie er selbst. Mit Wassermännern können Zwillinge stundenlang diskutieren, sie haben die gleiche Wellenlänge aus Fantasie und schnellem Denken. Richtig gut verstehen sie sich auch mit Der praktischen und redegewandten Waage.
Wie man ihn verführt:
Im Grunde verführt der Zwilling lieber selbst; aber er ist gebannt, wenn jemand witzig und belesen ist und sich auf Rededuelle mit ihm einläßt. Noch lieber mag er es, wenn man ihm zuhört – er kann absolut hinreißend erzählen. Auch wenn der Zwilling sich leichtfüßig gibt, er sucht einen geistigen Partner mit dem er sich verstandesmäßig messen kann. Fangen sie also auch in einer Partyrunde ruhig lieber ein ernsthaftes Gespräch mit ihm an , als beim Geplauder zu bleiben. Wenn der Zwilling sich in jemanden verguckt hat, müss er/sie mit einem Blitz- Antrag rechnen; sofort ja sagen, denn Morgen könnte er/sie es sich schon wieder überlegt haben.
Wie der Zwilling liebt:
Rasant liebt er. Hat einen unüberbietbaren Schatz an Liebesworten, ist spontan, herzlich, manchmal spöttisch – und scheint trotzdem von heute auf morgen zu vergessen, was er sagte. Zweifeln Sie nie! Wenn der Zwilling liebt, meint er es ehrlich und tief; er hat nur so viele andere Dinge im Kopf und ist immer auch in das verliebt, womit er sich gerade befaßt. Zwillinge flirten gerne, aber wenn Sie deutlich signalisieren, daß Sie seine Gegenwart genau jetzt brauchen, wird er da sein. Sollte er Sie trotzdem versetzen, wird er Sie völlig unschuldig anlächeln und Sie werden Ihrem Zwilling erneut erliegen. |
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