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Jazz-Musiker Band Die Herkunft der Jazzmusik aus afrikanischen und europäischen Quellen hat nicht nur die stilistischen Eigenschaften des Jazz geprägt, sondern auch das Selbstverständnis der Musiker. Wie in der europäischen Musikkultur verstehen sie sich als autonome Künstler, während sie gleichzeitig aufgrund der afrikanischen Tradition den Kontakt zum Publikum brauchen und ihre Musik oft auf den jeweiligen Auftrittsort abstimmen. Aufgrund dieser Spannbreite im Selbstverständnis konnte sich die Jazzmusik in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Situationen behaupten. In Amerika war sie bis Mitte des Jahrhunderts Bestandteil der Unterhaltungsindustrie ("Entertainment Business"). Musiker wie Luis Armstrong oder Count Basie haben sich zeitlebens so gesehen und in diesem Kontext Musik gemacht. Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Jazz in Europa verstärkt als ernstzunehmende Kunstform wahrgenommen wurde, wurde das Selbstverständnis der Musiker der Bebop- und Cool Jazz-Ära davon beeinflusst. Sie gestalteten Jazz in Anlehnung an das europäische Kulturideal als neuartige Kunstform. Davon ausgehend entstand dann, vor allem in Europa, eine Avantgarde, die den Kontakt zur sogenannten "Neuen Musik" und den anderen modernen Künsten suchte. Adressat dieser Musik war und ist vor allem die gebildete Kunstszene der Großstädte. Schließlich gibt es seit den Siebziger Jahren mit der Fusion-Musik auch eine breite Strömung im Jazz, die versucht, im Kontext von Popmusik und Jugendkultur ihren Platz zu finden, und die so wieder die Zugehörigkeit des Jazz zur "unterhaltenden" Musik betont. |
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