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Kennzeichen: Großwüchsig, mittellang. Weiße Borsten auf weißer Haut. Eingedellte Nasenlinie. Schulterhöhe: Eber=85; Sau=80 Gewicht: Eber=320; Sau=280
Leistung: Frohwüchsig. Gute Fleischbeschaffenheit bei mittlerer Fleischleistung. Gute Schinkenausprägung. Beste Futterverwertung. Tägliche Zunahmen bei 840 g. Schlachtreif bei 100-110 kg Lebendgewicht im Alter von durchschnittlich 162 Tagen. Geringe Streßanfälligkeit. Gute Fruchtbarkeit. Hohe Aufzuchtleistung. Geeignet für Gebrauchskreuzungen und für die Erzeugung von Kreuzungssauen.
Nahrung: Grünfutter, Spreu, Rüben, Mohrrüben, Kartoffeln, Getreide, Silage, Speiseabfälle
Fortpflanzung: Die Sauen werden vor allem zur Mastferkelproduktion verwendet. Dazu erfolgt eine Besamung mit Spermien von mastbetonten Schweinerassen, wie z. B. dem Pietrain. Tragzeit beträgt 3 Monate, 3 Wochen und 3 Tage. Die Sauen haben 2 Würfe mit jeweils 8 - 14 Ferkeln im Jahr.
Zuchtgeschichte: In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem alten deutschen Marschschwein mit dem englischen Yorkshire (Large White) durch Verdrängungskreuzung entstanden. Es wurde sehr früh systematisch auf Frühreife und Frohwüchsigkeit gezüchtet. Die Bezeichnung "Deutsches Weißes Edelschwein" wurde kurz nach der Jahrhundertwende geprägt. Da bereits sehr früh auf Fleischleistung gezüchtet wurde, gab es in der Nachkriegszeit unter den veränderten Verbrauchererwartungen keine einschneidende Typänderung. Das Edelschwein war vor allem in den früheren ostdeutschen Gebieten stark verbreitet. Gelegentlich werden Eber anderer Rassen eingekreuzt, um das durch die lange Zuchtarbeit entstandene Selektionsplateau zu überwinden.
Verbreitung: In Deutschland nur das Ammerland bei Oldenburg i. O. als geschlossenes Zuchtgebiet. Sonst nur Einzelzüchter mit allerdings z. T. bemerkenswerten Zuchten. Weiße Schweine mit Stehohren kommen unter anderen Namen in zahlreichen Ländern vor. |
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