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Nach früherer Auffassung entwickelten sich die kurzschwänzigen Hausschafrassen Nordwesteuropas wie etwa die Heidschnucke und einige afrikanische Rassen aus dem Mufflon (Ovis ammon musimon), die langschwänzigen Rassen (z.B. Merino-, Fettschwanz- und Fettsteißschaf) dagegen aus dem Urial oder Arkal- oder asiatische Steppenschaf (Ovis ammon arcal. Aufgrund neuerer Erkenntnisse hat sich aber die Auffassung durchgesetzt, dass alle Hausschafrassen und -Typen von nur einer Wildform, dem orientalischen Mufflon (Ovis ammon orientalis) abstammen.
Es gibt gewichtige Gründe für die Annahme, dass auch die wilden Mufflonbestände von Korsika und Sardinien dort nicht natürlichen Ursprungs sind, sondern dass diese Tiere von vorgeschichtlichen Siedlern dorthin verbracht wurden und somit wie die Hausschafe auf eine nahöstliche Wildform zurückgehen.
Mufflon wurden an verschiedenen Orten Europas ausgewildert, um ein zusätzliches Jagdwild verfügbar zu haben. In solchen Beständen wurde eine Tendenz zur Unterartenbildung beobachtet. |
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