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Der "Ur-Sirup" soll aus Geschmacksingredienzen von Früchten und Kräutern bestanden haben, aus Zucker, Extrakten des Koka-Strauchs und der koffeinhaltigen Kola-Nuss. Koffein und Zucker sind als geschätzte Inhaltsstoffe in vielen Lebensmitteln und Getränken enthalten. Sie beleben, erfrischen, geben neuen Schwung und Energie. Der Mensch fühlt sich wieder leistungsfähiger und kann sich besser konzentrieren. Ein Liter Coca-Cola enthält heute nur so viel Koffein wie eine Tasse Bohnenkaffe und weniger Zucker als beispielsweise Apfel- oder Traubensaft. Unter dem Begriff "X7" werden die sieben verschiedenen Essenzen zusammengefasst, die Coca-Cola zu dem machen, was es ist: ein Original. Die Substanzen: Orangenöl, Limonenöl, Muskatöl, Kassiaöl (chinesisches Zimtöl), Korianderöl, Neroliöl, Limonellenöl. Bei so viel Kräutern und Essenzen liegt es nahe, dass Coca-Cola auch als Hausmittel gegen Magenbeschwerden oder Müdigkeit beliebt ist
Der Coca-Cola Schriftzug ist eine Schöpfung der ersten Stunde. Ein unumstößliches Symbol für einmalige Qualität, unvergleichlichen Genuss und einzigartige Erfrischung - das war es, was der Apotheker John S. Pemberton und sein Buchhalter Frank M. Robinson 1886 für ihre Erfindung suchten. Sie nannten sie Coca-Cola und entwarfen den Schriftzug, der heute untrennbar mit dem Mythos des wohl beliebtesten Erfrischungsgetränks der Welt verbunden ist. Noch im gleichen Jahr liessen die Urväter Namen und Schriftzug als Warenzeichen eintragen. Heute sind sie die weltweit verstandene Ikone der Erfrischung
Anfangs reliefartig in das Flaschenglas eingeblasen, wurde der schwungvolle Schriftzug Coca-Cola ab 1957 im Siebdruckverfahren in weißer Farbe auf die speziellen Kontur-Flaschen aufgebracht. 1970 wird der Auftritt um das sogenannte "Dynamic Ribbon" ergänzt - ein weiteres, schwungvolles Erkennungszeichen. Unaufhaltsam gewinnt der Schriftzug an visueller Einprägsamkeit. Während die "Spencerian" um 1900 vielleicht noch gewöhnlich war, wird sie heute praktisch nicht mehr verwendet. Der Schriftzug Coca-Cola wird damit erst recht markant
Coca-Cola war von Anfang an etwas ganz Besonderes: So galt vor 116 Jahren der damals noch mit Sodawasser gemischte karamelfarbene Sirup als wohlschmeckende Patentmedizin gegen Kopfschmerzen und Depressionen. Das erste Glas Coca-Cola wurde übrigens im Mai 1886 in einer Soda Bar in Atlanta ausgeschenkt.
Soda Bars waren in den USA des ausgehenden 19. Jahrhunderts beliebte gesellschaftliche Treffpunkte, wo bis zu 300 verschiedene anti-alkoholische Getränke - von der Fruchtlimonade bis zum Tonikum - ausgeschenkt wurden. Im puritanischen Amerika war Alkohol bereits vor der Prohibition verpönt und wer etwas auf sich hielt, verkehrte in den heissen Sommermonaten gerne in solchen "Erfrischungshallen". Atlanta als "Heimat von Coca-Cola" stand seinerzeit sogar im Ruf, "die Stadt der Soda Bars" zu sein.
An so einem Ort trat auch der Apotheker John Styth Pemberton mit seinem Coca-Cola getauften Sirup an die Öffentlichkeit. Mit seinem Tonikum gegen Müdigkeit und Kopfschmerzen hoffte Pemberton, ein gutes Geschäft zu machen. Anfang Mai 1886 feierte Coca-Cola ihr Debüt in Form einer Mixvorführung in Atlantas größter Soda Bar, der "Jacobs Pharmacy". Ein Teelöffel des Sirups wurde mit einem Glas eiskalten Quellwassers gemischt. Bald gelangte Pemberton zu der Überzeugung, dass Sodawasser ein noch erfrischenderes "Verdünnungsmittel "sei.
Anfangs wurden im Schnitt 13 Gläser des Sodagetränks täglich in "Jacobs Pharmacy" verkauft. Doch auch andere Soda Bars wollten nun Pembertons "Patentmedizin" ausschenken, so dass sich das Verkaufsvolumen Ende 1886 bereits auf 95 Liter Coca-Cola Sirup summierte. Aus heutiger Sicht war das ein bescheidener Anfang: Inzwischen wird Coca-Cola in mehr als 200 Ländern getrunken - mehr als eine Milliarde Mal täglich!
Nachträglich betrachtet war der Erfolg vorprogrammiert: Aus verschiedensten konkurrierenden Getränken stach Pembertons Coca-Cola heraus, da sie nicht nur wegen ihrer medizinischen Wirkung, sondern auch als wohlschmeckende Limonade immer häufiger geschätzt und konsumiert wurde. 1895 wurde Coca-Cola bereits in sämtlichen Staaten der USA verkauft und getrunken. Dank ihrer Spritzigkeit, ihres günstigen Preises von 5 Cent pro Glas und einer von Anfang an konsequenten Werbung entwickelte sich Coca-Cola schnell zum amerikanischen Nationalgetränk - und mittlerweile zu dem beliebtesten Soft Drink in allen Ländern dieser Erde.
Unglaublich aber wahr: Für sage und schreibe 2300 Dollar erwarb der Geschäftsmann Asa Griggs Candler 1891 die Coca-Cola Rezeptur. Nur 28 Jahre später veräußerten Candlers Erben das florierende Unternehmen für 25 Millionen Dollar. Es ist Spekulation: Was wohl aus Coca-Cola geworden wäre, hätte nicht Asa G. Candler anno 1891 die legendäre Rezeptur des Coca-Cola Erfinders Dr. John S. Pemberton gekauft. War es doch Candler, der dank seines Geschäftssinns aus dem wohlschmeckenden Sirup binnen 28 Jahren das US-Nationalgetränk machte Mit vielen Ideen gelang es Candler, den Coca-Cola Verkauf von 33.500 Liter anno 1890 auf 72 Millionen Liter im Jahr 1919 zu steigern. Dazu zählte vor allem die Gründung der The Coca-Cola Company (1892). Aber auch die Abfüllung trinkfertig gemischter Coca-Cola (seit 1894) und damit einhergehend die Schaffung eines die Vereinigten Staaten umspannenden Lizenz-Systems für Abfüllbetriebe waren bedeutende Neuerungen Candlers. Auch die Einführung der 0,2 Liter Kontur-Flasche im Jahr 1916 war seine bahnbrechende Idee. All diese Innovationen wurden stets von intensiven Werbekampagnen begleitet, die Coca-Cola im Bewusstsein der Amerikaner von einem Salon-Drink für die intellektuelle Oberschicht zu einem Volksgetränk machte: "The classes and masses, all enjoy Coca-Cola", lautete bereits um 1907 ein beliebter Slogan. |
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