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Das versehentliche Abfüllen unfertigen Weines wurde in der Folge zu einer regelrechten Kunst entwickelt und immer weiter verfeinert. Dem Siegeszug des edlen Tropfens sollte sich fortan niemand mehr in den Weg stellen können. Das zunächst nur in Adelskreisen verbreitete Getränk eroberte rasch die Gunst zahlreicher Künstler und Intellektueller wie Voltaire oder Goethe, mit steigender Verbreitung dann auch das gehobene Bürgertum. Reichskanzler Bismarck wurde genau wie Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. ein ausgesprochenes Faible für den Champagner nachgesagt. Winston Churchill wird mit den Worten zitiert: „Bei Siegen hat man ihn verdient, bei Niederlagen braucht man ihn." Und Marilyn Monroe soll sogar darin gebadet haben. Gleichzeitig haftete dem leicht perlenden Getränk immer ein Hauch von wohliger Verruchtheit an, den es bis heute behalten hat. Kurz gesagt: Der Champagner wurde das Modegetränk der Reichen und Schönen und steht bis heute als Symbol für Exklusivität und Luxus.
Das Gebiet, in dem Champagner hergestellt werden darf, wurde 1927 festgelegt. Es umfasst ca. 34.000 Hektar Rebfläche. Das weltweit einmalige Terroir, auf dem die Champagnerreben wachsen, ist maßgeblich an der Unverwechselbarkeit des Getränks beteiligt. Der Boden besteht größtenteils aus Belemnit-Kreide, die dank dieser versteinerten Tintenfische sehr mineralhaltig ist und würzige Weine gedeihen lässt |
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